Mein schamanischer Weg


Schon als Kind habe ich die Schönheit des Lebens nicht in Dingen sondern an Orten und in Erlebtem gesucht.

Wald und Wiese waren meine Zufluchtsorte wenn die Welt da draußen im Argen lag, dort fühlte ich mich nicht nur sicher und geborgen sondern auch auf eine ganz besonders magische Art und Weise zutiefst verbunden mit dem(n) Wesen(heiten) der Natur. Die innere Schamanin in mir, hat mich schon als kleines Mädchen zu den Orten der Kraft und der Heilung gebracht.

Was mir als Kind nur intuitiv bewusst war, hat mich, nach jahrzehntelangem Suchen im Außen und angestoßen durch eine schwere Erkrankung vor 7 Jahren, zurück zu meiner wahren Natur gebracht. Auf der Suche nach Heilwerdung wurde mir klar, dass nicht nur die körperliche und seelische Gesundheit sondern vor allem die spirituelle Gesundheit wichtig ist um "GANZ" heil zu sein. Spiritualität die, anders als ich es als Kind erlebte, in diesem Zusammenhang nicht "nur" Religion ist sondern die als echte, gelebte Grundhaltung, seiner ureigensten, innewohnenden Natur - sich selbst, anderen und dem Leben gegenüber verstanden wird.

Zufälle gibt es ja bekanntlich nicht und so bin ich, als ich während meiner Krankheit ans Bett gefesselt war, auf einen Artikel über den Schamanismus gestoßen und über die damit verbundene Freiheit, im Geiste zu reisen wohin man will. Wenn man nicht mehr auf eigenen Beinen stehen kann, dann sehnt man sich umso mehr nach Bewegung, vor allem nach körperlicher aber auch nach geistiger um seinem „Kopf Kino“, dass sich nur mehr um die Krankheit dreht, wenigstens für ein paar Stunden zu entfliehen. Am Ende des Beitrags war eine Kontaktadresse zur FSS (Foundation for Shamanic Studies) Österreich, die spirituelle Praxis des Schamanismus erschien mir damals wie ein Lichtblick in meiner Not, wie der sprichwörtliche Strohhalm an den die Ertrinkende sich klammert.

Nach und nach bin ich, durch verschiedene Seminare bei der FSS aber auch durch Unterweisung verschiedener Lehrer/innen und Schamanen/innen nativer Völker und heilkundigen Frauen und Männern der Alpen, in die mir so unendlich vertraute Spiritualität des Schamanismus eingetaucht um daraus Liebe, Stärke, Geduld, Demut, Dankbarkeit und Frieden für die Herausforderungen des Alltags zu schöpfen. Die tiefe Verbindung zu Mutter Erde mit all ihren Wesen(heiten), zu Vater Himmel und Großmutter Mond schaffen Harmonie in mir, schenken mir Zuversicht, das alles im Leben einen tieferen Sinn hat, das ich mich getrost dem "Fluss des Lebens" anvertrauen kann und sie gibt mir Kraft und Halt um mein Leben zu meistern. Mittlerweile ist das schamanische Praktizieren nicht mehr der Strohhalm an den ich mich klammere sondern der Stab an dem ich kraftvoll durch das Leben wandle. Angekommen in der Reife des Lebens, gezeichnet von allen Höhen, Tiefen, Um- und Irrwegen des Lebens, ist sie mittlerweile in ihrer wahren Stärke und vollen Größe erwacht, die "Schamanin" in mir.

Meine persönliche Entwicklung und die Rückmeldungen von vielen Teilnehmern/innen meiner Vorträge, Workshops und Kurse haben mich dazu bewogen noch genauer zu erspüren, womit ich mich am besten mit meinen Fähigkeiten zum Wohle der Gemeinschaft, der Menschen, die sich mir anvertrauen, einbringen kann. Diese Überlegungen haben es mit sich gebracht, dass die schamanische Energie-, Prozess- und Ritualarbeit seit 2016 nun noch stärker in den Vordergrund meiner beruflichen Tätigkeit rückt. Immer mehr wird diese Arbeit zeitgleich auch von meinen Seminar Teilnehmern/innen entdeckt, wertgeschätzt und eingefordert.

Die Rückmeldung einer Seminarteilnehmerin beschreibt diese Aufgabe wohl am besten:

„Der Tag damals war ein toller Einblick ins Thema Kräuterbündel-binden, von der Materialkunde über die Kräuter, doch bei mir an erster Stelle war das in sich „selbst hineinluaga“ das Intensivste. Dafür verantwortlich warst in erster Linie du, weil deine Art bei mir etwas ausgelöst hat, da du dich „einfoch gspürst“, die guten wie auch die „nicht so guten“ Seiten bewusst wahrnimmst und offen damit umgehst. Ich hab bei dir auch eine Liebe zum Leben gespürt, zu den gemeisterten oder noch offenen Aufgaben darin. Danke für die Inspiration! Ich habe mir erlaubt, dies als zusätzliches Geschenk von diesem Tag mitzunehmen!"

Die Zeit ist nun für mich gekommen um das persönlich Erlebte, meine heilsamen Erfahrungen des schamanischen Praktizierens, meine daraus entstanden Rituale und Zeremonien und die damit verbundenen Geschenke der geistigen Welt: Dankbarkeit, Freude, Demut und bedingungslose Liebe an andere Menschen weiterzugeben. Gerade richtig in einer Zeit, in der es wichtiger ist denn je, dass immer mehr Menschen ihre "wahre Natur" erkennen und ihren Herzensweg gehen um dadurch zur "Heilung" und "Lichtwerdung" unserer Erde beizutragen!


​© 2016 BILDER & TEXTE Uralte Weisheit - Regina Jungmayr